- ein Ort der Sprache und der Musik
Sprache ist der Schlüssel zur Welt und hilft dem Kind, sich seine Umwelt zu erschließen, sich mitzuteilen, seine Wünsche und Gedanken auszudrücken.
Wir bieten den Kindern im täglichen Umgang mit Liedern, Reimen, Abzählreimen, Bilderbüchern und Geschichten eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich sprachlich zu entwickeln.
Unsere Kita besuchen Kinder mit unterschiedlichem sozialen und kulturellen Hintergrund und sprachlichen Vorerfahrungen. Deshalb hat die Sprachförderung einen hohen Stellenwert und ist somit eine wichtige Aufgabe für jede Erzieherin. Wir sind jederzeit Sprachvorbild und sorgen im Alltag für viele Kommunikationsmöglichkeiten, z.B. Morgenkreis, Kindertreffpunkt, Tischgespräche.
Durch die Gestaltung der Räume und durch das Verhalten der Erzieherinnen, indem wir
-
eine sprechanregende Raumatmosphäre schaffen
- die Kinder aussprechen lassen
- den Zusammenhang zwischen Handlung und Sprache verdeutlichen
- Sprachvorbild sind und
- indem wir Kinder zu Fragen anregen, und sie selbst fragen
wächst deren Freude an der aktiven Sprache und so erweitert sich ihre Sprachkompetenz.
Musik und Rhythmus sind in diesem Zusammenhang wichtige Faktoren. Mit rhythmischem Sprechen und mit Gesang unterstützen wir ganz wesentlich die Sprachentwicklung der Kinder. Deshalb stehen den Kindern Musikinstrumente zur Verfügung, damit sie eigene Musik machen können. Ebenso ermöglichen wir ihnen, Musikstücke von bedeutenden Künstlern kennen zu lernen.
Im Kontext zur Sprachförderung steht für die Kinder auch das Erfassen von Symbolen und Buchstaben, die Voraussetzung für das spätere Lesen und Schreiben sind. Durch Vorlesen von Bilderbüchern und Geschichten erkennen die Kinder den Zusammenhang zwischen Schrift und Text.
Sprachstand
Das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW hat in seinem Schulgesetz §36 Abs. 2 geregelt, dass bei jedem Kind zwei Jahre vor der Einschulung gezielt der Sprachstand erhoben werden soll. Dies geschieht seit 2007.
Wird bei Kindern, die unsere Einrichtung besuchen, besonderer Sprachförderbedarf festgestellt, fördern wir sie in Kleingruppen in spielerischerer Art und Weise.
Das Bielefelder Screening (Bisc)
Das Bielefelder Screening ist ein Sichtungsverfahren – entwickelt an der Uni Bielefeld -, das wir mit Kindern im Jahr vor der Einschulung durchführen. Mit Hilfe von Sprachspielen und Konzentrationsaufgaben stellen wir fest, ob ein Kind eventuell eine Lese- und Rechtschreibschwäche haben könnte.
Mit den Kindern, die Probleme aufweisen, starten wir ein 20-wöchiges Trainingsprogramm, das täglich 10 Minuten durchgeführt wird. Danach erfolgt ein erneutes Screening. Nach unseren Erfahrungen konnten bisher alle Kinder die Rückstände aufarbeiten.


